MOC – 62288 The Medusselde Palace by Legomocloc

MOC – 62288 The Medusselde Palace by Legomocloc

Der ursprüngliche Autor dieses Artikels stammt von AiDaN, dem Designer von MOC-74625 Eine schrecklich nette Familie

 

MOC – 62288 The Medusselde Palace by Legomocloc

Teile: 7868
Gewicht: 8,9 kg
Maße: 49,6 x 75 x 33,8cm ( b x t x h )
Preis: 499,99 € UVP (Rabattfähig mit dem Code: brickmocs)

 

Mit insgesamt 7868 Teilen und knapp 9 kg kam die Goldene Halle (The Medusselde Palace) vom Designer Legomocloc in 2 neutral bedruckten LesDiy Kartons bei mir zuhause an. Von der Bestellung bis zur Lieferung vergingen knapp 30 Tage und das Set kam direkt aus China. Ein großer Vorteil bei   LesDiy ist, dass die Sets erst in die Niederlande und von da aus nach Deutschland geschickt werden, somit brauch man sich keine Sorgen um Zoll oder Einfuhrumsatzsteuer machen.

Öffnet man nun die Kartons lachen einen die bereits teilweise vorsortierten Klemmbausteine aus wiederverwendbaren Zipp-Beuteln an. Auch liegt dem Paket ein 4GB USB-Stick bei, auf welchem sich die Anleitung in PDF-Format befindet. Nach einer ersten Begutachtung der Klemmbausteine konnte  kein einheitlicher Hersteller festgestellt werden, die Qualität macht aber trotz alledem einen sehr guten Eindruck.

Um nun die Goldenen Halle bauen zu können, bedarf es insgesamt 1177 Bauschritte und das Set wird in 6 Bauabschnitten gebaut welche ich nun im weiteren Verlauf einzeln betrachten werde.

Bauabschnitt 1 (Der Sockel)

Im ersten Bauabschnitt fängt man an, den Sockel des Sets zu bauen.Dabei werden mehrere 8x16 Plates in Dark Tan mit einer Mauer eingerahmt und mit 2x4 Bricks, welche immer abwechselnd weiß  und rot aufeinander geklemmt werden, gefüllt. Dieser Bauabschnitt geht sehr einfach und schnell von der Hand, hier sollte man sich jedoch schon einmal überlegen wo man das Set bauen möchte, denn ab diesem Punkt wird der Transport des Sockels aufgrund der Statik kaum noch möglich, da sich die Plates beim Anheben in der Mitte nach oben drücken und nur mit jeweils 2x4 noppen miteinander verbunden sind. Dabei ist aber zu beachten, dass der Sockel bereits eine Grundfläche von 49,6cm x 75cm (b x t) einnimmt und man ordentliche Platz für die weiteren Bauabschnitte benötigt.

Bauabschnitt 2 (Der Thronsaal)

Im zweiten Bauabschnitt baut man nun den Thronsaal der „Goldenen Halle“ . Hierbei erklärt sich auch, warum man das Bauwerk seinen Namen hat, denn das Set beinhaltet sehr viele goldene Klemmbausteine, welche sowohl an der Fassade als auch im Innenraum verbaut werden. Dieser Teil des Gebäudes ist wirklich sehr schön anzusehen und besticht mit einigen Details welche den Innenraum des Thronsaals füllen. Neben einer Feuerstelle und 2 Bücherregalen ist wie der Name es bereits vermuten lässt natürlich auch der Königsthron verbaut. Weiterhin wird die Halle mit vielen von der Decke hängenden Fahnen in Grün und Gold sowie Blau und Rot geschmückt.

Die im Thronsaal verwendeten Bautechniken sind bis auf wenige ausnahmen sehr gelungen und stellen beim bauen kaum bis keine Schwierigkeiten da. Einzig die Fahnen an der Decke müssen mit Gewalt in sich gegenüberliegende Noppen (hier werden „1x2 Bricks with Studs on Side“ verwendet)   gedrückt werden, da diese erst nach Fertigstellung des Saales angebracht werden und die Struktur da bereits so steif ist, dass die Zwischenräume keinen Spielraum lassen.

 

Bauabschnitt 3 (Das Dach des Thronsaals)

Im dritten Bauabschnitt wird nun das mittlere Dach der „ Goldenen Halle“ gebaut.

Optisch ist das Dach wirklich sehr gelungen und die Struktur, welche im Original aus Stroh besteht, wirklich sehr gut nachempfunden. Auch die Details an den Giebeln sowie die angedeuteten Pferde am Dachfirst sind sehr schön gebaut und ein optisches Highlight.

Leider hat das Set aber hier seine größte Schwäche welche mich dazu bewegt, dass Set nur sehr erfahrenen „Klemmern“ zu empfehlen, denn hier ist einiges an Voraussicht und Erfahrung notwendig um den Bauabschnitt vollenden zu können, da ein stupides einhalten der Anleitung hier nicht zum Ziel führen würde.

Fangen wir jedoch erstmal beim einfachen Teil an, der Giebel sowie die Dachsparren lassen sich sehr gut bauen und bedürfen keiner großen Anstrengung oder einem besonders ausgeprägten Fingerspitzengefühl.

 

Jetzt fängt jedoch der anstrengende Teil an:

Nun fängt man an das Dach zu decken und baut die Seiten der Dächer. Diese werden jeweils in einem Stück gebaut und unterhalb mit jeweils „ 2 x … Plates“ ( „ … “ da hier unterschiedliche Längen verbaut werden) gestützt und zusammengehalten.

(HIER EIN WICHTIGER TIPP: In den nächsten Bauabschnitten werden an den braunen „2 x  Plates“ jeweils zwei „1x2 Plates sowie einem „1x2 Technik Brick mit Loch befestigt, TUT DAS NICHT !!! Um das Strohdach überhaupt auf die bereits gebaute Unterkonstruktion aufsetzen zu können müssen die zwei 1x2 Plates sowie dem „1x2 Technik Brick mit Loch direkt an den bei der Unterkonstruktion verwendeten grauen „1x2 Bricks mit Pin angebracht und erst beim finalen Aufsetzen der Deckfläche mit den „2 x …“Plates verbunden werden. Die Anleitung verlangt hier etwas anderes.)

Leider ist es in der Anleitung auch nicht genau zu erkennen, wo die Plates unterhalb des Strohdachs angebracht werden sollen, da diese in der Anleitung ohne Angabe der Lückenbreite zwischen den Plates nur in einer Reihe liegen (hier wäre eine Angabe der Abstände zwingend erforderlich).

Nun werden auf die „ 2 x … Plates“ größere Plates in Dark Tan gesetzt, wobei es hier immer wieder zu Bauschritten kommt, in denen Teile in der Luft schweben und diese erst im späteren Ablauf fixiert werden.

Hat man diese Bauabschnitte gemeistert ist nun sehr viel Fingerspitzengefühl gefragt und das gesamte Dach muss mit den braunen Plates auf die an der Unterkonstruktion befestigten, in dem    Tipp erwähnten Technik Bricks, verbunden werden. Dies gelingt euch am besten wenn ihr dafür das gesamte Dach in die Hand nehmt und die Technik Bricks einzeln an den Plates befestigt.

Hierbei kann es immer wieder passieren, dass einmal etwas abfällt, gebt aber nicht auf, hat man den dreh raus geht es gut von der Hand.

Nachdem ihr nun das Dach komplettiert habt würde ich euch empfehlen, dieses so schnell wie möglich auf den in Bauabschnitt 2 gebauten Thronsaal zu setzen da erst durch die Verbindung die notwendige Stabilität erzeugt wird (normalerweise kann das Dach zu Betrachtungszwecken des  Innenraums abgenommen werden, dies würde ich jedoch nicht empfehlen da sonst die mühsam geklemmte Konstruktion an einigen Stellen abfällt).

 

Bauabschnitt 4 (Der linke Flügel des Thronsaals)

In Bauabschnitt 4 wird nun der linke Flügel des Thronsaals gebaut. In diesem Abschnitt befindet sich ein hübsch gestalteter Speisesaal mit einigen kleinen Details wie goldenen Becher oder Fässer, welche für den leckeren Met in der Ecke stehen.

Dieser Bauabschnitt lässt sich wieder sehr gut bauen und auch hier ist die Konstruktion des Strohdaches deutlich besser gelungen und sehr stabil.

Am Ende wird der Bauabschnitt dann auf den Sockel aufgesetzt und an den Thronsaal angesetzt, sodass der linke Flügel eine lückenlose Erweiterung des Raumes darstellt.

 

Bauabschnitt 5 (Der rechte Flügel des Thronsaals)

In Bauabschnitt 5 wird nun der rechte Flügel gebaut. Dieser ist ein gespiegeltes Abbild des linken Flügels und wird identisch gebaut. In diesem Bereich befindet sich dann eine kleine Waffenkammer, wobei hier zu erwähnen ist, dass zwar die Rüstungshalterungen enthalten sind jedoch die Rüstungen fehlen.

Da dieser Bauabschnitt nur eine gespiegelte Variante des linken Flügels darstellt lässt dieser sich natürlich ähnlich bauen und ist somit auch relativ schnell fertiggestellt.

Am Ende wird dann auch der rechte Flügel an den Thronsaal angesetzt und die „Goldene Halle“ steht final auf dem Sockel und kann in Ihrer ganzen Bracht betrachtet werden.

 

Bauabschnitt 6 (die Verkleidung des Sockels)

Im Bauabschnitt 6 wird nun der Sockel mit Mauer und Felsteilen verkleidet, sodass hier auch der Ansatz des Berges zu sehen ist, auf dem die „Goldene Halle“ steht.

Dieser Bauabschnitt geht final wieder sehr schnell von der Hand und am Ende kann sich das Ergebnis wirklich sehen lassen.

 

Abschließend möchte ich nun natürlich noch ein Fazit geben, welches ich jedoch gerne in ein Fazit zum Set und ein Fazit zu den verbauten Steinen aufteilen möchte.

Fazit zum Set:

Alles in allem ist der MOC 62288 The Medusselde Palace ein optisch sehr ansprechendes Set und ist   bis auf das Dach auch wirklich ein gut aufbaubares Modell. Die Bauzeit beträgt je nach Schnelligkeit    in etwa 30-40 Stunden (optimal um die Herr der Ringe und Hobbit Filme sowie die Serie Ringe der Macht dabei zu schauen). Durch die enorme Breite und Größe ist es ein Hingucker in jedem Hobbyraum oder in jeder Wohnung und der ultimative MOC für alle Fans der Filme und besonders vom Volk Rohans. Bis auf einige kleinere Fehler in der Anleitung (welche ich in den Bauabschnitten bereits erwähnt habe) ist mir nichts aufgefallen, was die Baubarkeit des Sets unmöglich machen würde. Einzig mit dem Transport des Sets würde ich warten bis der gesamte MOC fertiggestellt ist, da sich sonst die Bodenplatten durchdrücken lassen und das Set auseinanderfällt. Ich habe es auf jeden Fall nicht bereut diesen MOC gebaut zu haben.

Fazit zu den verbauten Steinen und zu LesDiy:

Wie ich ja bereits ganz am Anfang erwähnt hatte, stammen die Steine von keinem einheitlichen Hersteller und werden von LesDiy mischkommissioniert, was zu auftretenden Farbabweichungen, besonders im Dark Tan, führt. Da es sich bei dem Set jedoch um eine Burg aus Holz mit einem Strohdach handelt sind die Farbabweichungen jedoch kein Nachteil, sondern sogar im Gesamtbild sehr stimmig und realistisch. Bis auf die fehlenden Lanzen (da diese selbst in der zu verwendenden  Form beim Marktführer sehr schwer zu bekommen sind und auch nicht in der Teileliste auf Rebrickable auftauchen, vermute ich, dass LesDiy diese nicht beschaffen konnte bzw. dass diese in  der Teileliste des Designers nicht aufgetaucht sind und daher nicht bekannt waren) und der fehlenden Rüstungsteile hatte ich keine Fehlteile und habe sogar noch sehr viele Steine über. Die Klemmkraft ist hervorragend und ich hatte weder Fehlgüsse noch großartig verkratzte Fließen. Alles in allem macht LesDiy hier wirklich einen sehr guten Job und entwickelt sich mit der Zeit immer weiter.

P.S. : Ich habe das Set von LesDiy zu einem vergünstigten Preis für ein Review zur Verfügung gestellt bekommen, dies hat jedoch natürlich nicht meine Meinung zu dem Set beeinflusst.

 

 

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